Umfrage: Digitales Heizungsmonitoring in Mehrfamilienhäusern
Stand: August 2026
Immer mehr Wohnungsunternehmen setzen auf ein digitales Monitoring der Heizungsanlagen in ihren Beständen. Denn kaum eine andere Maßnahme vereint so umfassend vermieter- und mieterseitigeVorteile bei gleichzeitig niedrigen Kosten. Im Sommer 2025 hat das KEDi dazu die erste Umfrage durchgeführt, die zeigte, dass der Markt dynamisch wächst. Zwischen Mai und Juli 2026 führte das KEDi die Fortsetzung der Marktumfrage durch. Am 31. Dezember 2025 deckten die befragten Unternehmen bereits mehr als vier Prozent der Wohneinheiten in deutschen Mehrfamilienhäusern ab.
Worum geht es in der Umfrage?
Im Zeitraum vom 27.04.2026 bis zum 30.06.2026 führte das KEDi die Online-Umfrage unter Anbietenden digitaler Systeme für Heizungsmonitoring und -optimierung fort. Ziel war es, die Marktdurchdringung und das Wachstum der Lösungen zu erfassen.
Die Umfrage umfasste drei zentrale Fragestellungen:
Wie viele Heizungsanlagen in Mehrfamilienhäusern wurden bis zu den jeweiligen Stichtagen mit einer Ihrer Heizungsmonitoring-Lösungen ausgestattet?
Wie viele Mehrfamilienhäuser waren bis zu den jeweiligen Stichtagen mit einer Ihrer Heizungsmonitoring-Lösungen ausgestattet?
Wie viele Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern wurden bis zu den jeweiligen Stichtagen von den gemonitorten Heizungsanlagen mit Wärme versorgt?
Die Zahlen basieren auf den Angaben von 22 Anbietenden, wobei von einigen Unternehmen lediglich Werte von Mitte 2025 (30.06.2025) vorliegen. Die Erhebung liefert keinen vollständigen Marktüberblick, weil einerseits viele Anbietende den Fragebogen nicht ausgefüllt haben und es andererseits auch Anbietende geben könnte, die das KEDi bisher nicht identifiziert hat.
Dennoch verdeutlichen die Ergebnisse einen klaren Trend. Immer mehr Wohnungsunternehmen erkennen die Mehrwerte eines Heizungsmonitorings und zeigen ein wachsendes Umsetzungsinteresse. Fast alle anbietende Unternehmen weisen hohe Wachstumsraten auf. Somit beschränkt sich der positive Trend nicht nur auf einzelne Unternehmen, sondern ist Ausdruck einer Branche im Aufschwung.
Von insgesamt 44 kontaktierten Unternehmen gingen sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Umfrage insgesamt 22 Rückmeldungen ein. Die veröffentlichte Statistik greift auf die Rückmeldungen zur ersten und dritten Frage zurück. Die zweite Frage wurde vor allem für die Plausibilitätsprüfung und zur Hochrechnung bei unvollständigen Daten genutzt.
Die teilnehmenden Anbietenden decken zum Stichtag 31.12.2025 insgesamt 4,2 Prozent der Wohnungen in deutschen Mehrfamilienhäusern ab (Zensus 2025). Zwischen den betrachteten Stichtagen zeigt sich ein exponentielles durchschnittliches Wachstum mit Raten von über 50 Prozent pro Jahr.
Um die Marktentwicklung weiter zu beobachten und die Datengrundlage kontinuierlich zu verbessern, wird die Umfrage in 2027 fortgesetzt. Ziel ist es,
weitere Anbietende einzubeziehen,
Rücklaufquote der versandten Fragebögen zu erhöhen und
die Entwicklung des digitalen Heizungsmonitorings in deutschen Mehrfamilienhäusern langfristig nachvollziehbar darzustellen.
Sie möchten sich an der Umfrage beteiligen? Dann nehmen Sie Kontakt auf!
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Rechtsgutachten: Umlagefähigkeit von Monitoringkosten
Unter bestimmten Voraussetzungen erlauben Heizkosten- und Betriebskostenverordnung die Umlage der Monitoringkosten auf die Mietnebenkosten. Ein vom KEDi beauftragtes Gutachten erläutert die rechtlichen Anforderungen an eine solche Umlage.