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Wissensmanagement für Energieeffizienz in KMU

Stand: August 2026

Erfahrungswissen ist ein Schlüsselfaktor für die Energieeffizienz in KMU, doch oft geht es bei Personalwechsel verloren oder bleibt ungenutzt. Gleichzeitig liefern Sensoren und Monitoring-Systeme immer mehr Energiedaten, die ohne Kontext ihr Potenzial nicht entfalten. Wissensmanagement schafft hier Abhilfe, indem es Erfahrungswissen digitalisiert, mit Daten verknüpft und nachhaltig verfügbar macht. Lesen Sie, wie Ihr Unternehmen durch strukturierte Dokumentation und semantische Technologien Energieeffizienz steigern kann.
 

Energieeffizienz braucht mehr als Messdaten

Nutzen & dokumentieren Sie das Wissen Ihrer Mitarbeitenden für mehr Energieeffizienz

Viele Unternehmen investieren in Sensorik, Energiemonitoring oder digitale Systeme. Dennoch bleiben erhebliche Effizienzpotenziale ungenutzt, denn wertvolles Wissen über den energieeffizienten Betrieb vovon Anlagen ist in vielen Fällen allein im Wissen erfahrener Mitarbeitenden verankert. Dazu gehören beispielsweise:

  • optimale Einstellwerte von Anlagen
  • bewährte Routinen beim Hoch- und Herunterfahren der Anlagen
  • Erfahrungen im Umgang mit Lastspitzen
  • Wissen über typische Störungen 

Ohne dieses Erfahrungswissen können Energiedaten ihr Potenzial nicht entfalten.
 

Leitfaden

Wissensmanagement für Energieeffizienz in KMU

Der zusammen mit dem Fraunhofer IPK veröffentlichte Leitfaden zeigt KMU, wie sie ihr Erfahrungswissen systematisch sichern, Energiedaten verknüpfen & digitales Wissensmanagement sowie semantische Technologien für mehr Energieeffizienz nutzen können.

zum Download

Vom Erfahrungswissen zur digitalen Wissensbasis

DIKW-Pyramide (D = Data, I = Information, K = Knowledge, W = Wisdom, engl. für Daten, Informationen, Wissen, Weisheit) nach Rowley

Messwerte allein beantworten noch keine Fragen. Erst wenn Energiedaten mit Informationen über Anlagen, Prozesse oder Betriebszustände verknüpft werden, entsteht ein belastbares Verständnis von Zusammenhängen.

Digitales Wissensmanagement schafft diese Verbindung und ermöglicht es, Wissen dauerhaft im Unternehmen verfügbar zu machen.

Semantische Technologien verbinden Wissen mit Daten

Semantische Technologien beschreiben Daten so, dass deren Bedeutung und Beziehungen verständlich für Maschinen werden. Dadurch können:

  • Energiedaten mit Produktionsdaten verknüpft werden,
  • Zusammenhänge automatisch erkannt werden,
  • Wissensgraphen aufgebaut werden,
  • KI-Systeme auf unternehmensspezifisches Wissen zugreifen (Für zukünftige KI-Anwendungen bilden semantisch strukturierte Daten eine wichtige Grundlage.)

Ein einfaches Beispiel: Im Rahmen eines Energieeffizienzprozesses werden Anlagen mit Sensoren ausgestattet. Damit die Daten zu Informationen werden und maschinell interpretiert werden können, müssen die Datenpunkte mit Informationen hinterlegt sein. Diese Beschreibung des Grundgerüsts nennt man Ontologie. Erst dann ist die Beziehung zwischen Anlage, Sensor und Messung digital abbildbar.

Der Einstieg muss nicht komplex sein. Nicht jedes Unternehmen benötigt sofort semantische Technologien. Bereits einfache organisatorische und digitale Dokumentationsansätze helfen dabei, Erfahrungswissen zu sichern.

Mit zunehmendem Digitalisierungsgrad können diese schrittweise zu einer semantisch vernetzten Wissensbasis ausgebaut werden.

Folgende Dokumentationsansätze stehen zur Verfügung. Vor- und Nachteile dieser Absätze werden ausführlich im Leitfaden dargestellt. 

Nutzen und Vorteile für KMU

  • Effizienzsteigerung: Schnellere Problemlösung durch verfügbares Wissen.
  • Kosteneinsparungen: Reduzierung von Energieverschwendung durch optimierte Prozesse.
  • Grundlage für KI: Semantisch strukturierte Daten ermöglichen intelligentes Energiemanagement.

Dokumentationsansätze für KMU

Nutzen Sie vorhandenes Wissen

Der Leitfaden gibt einen verständlichen Einblick in semantische Technologien und zeigt, wie durch den richtigen Kontext die Grundlage geschaffen wird, um aus Daten aussagekräftige Informationen zu machen. Gleichzeitig stellt er praxisnahe Dokumentationsansätze vor, mit denen produzierende KMU ihr Erfahrungswissen nachhaltig sichern und den Aufbau eines digitalen Wissensmanagements schrittweise vorantreiben können.

Der Weg zur Verbesserung der Energieeffizienz beginnt dabei nicht mit einer komplexen Technologie, sondern mit dem bewussten Umgang mit vorhandenem Wissen. Jeder Schritt – von der strukturierten Dokumentation über die Verknüpfung von Daten und Wissen bis hin zum Einsatz semantischer Technologien – erhöht den Wert der vorhandenen Informationen und schafft die Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt.

Denn nicht die technisch anspruchsvollste Lösung erzeugt den größten Nutzen, sondern diejenige, die konsequent genutzt, kontinuierlich weiterentwickelt und an die individuellen Anforderungen des Unternehmens angepasst wird.

Kontakt

Porträt von Samira Sonnack vor einem neutralen Hintergrund.

Samira Sonnack

KEDi Expertin Energieeffizienz durch Digitalisierung in der Industrie

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