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Sensorik als Einstieg in das Energiemonitoring

Stand: März 2026

Sensoren sind die Grundlage für ein zukunftsfähiges Energiemanagement. Sie liefern Echtzeitdaten zu Energieflüssen in Produktion und Gebäuden. Ob Maschinenleistung, Klimadaten oder Druckluftverbrauch: mit präzisen Messwerten werden Einsparpotenziale sichtbar und die Energieeffizienz kann nachhaltig gesteigert werden.

Verbräuche sichtbar machen und fundierte Entscheidungen vorbereiten

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Video: KEDi erklärt: Datenerfassung für effiziente Produktionsprozesse

Der tatsächliche Energieverbrauch in Unternehmen bleibt oft im Verborgenen, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fehlen präzise Daten. Sensorik schafft hier Abhilfe: Sie erfasst Verbräuche an Maschinen, Anlagen oder Gebäuden und liefert grundlegende Daten, um versteckte Potenziale zur Effizienzsteigerung aufzudecken.

So kann Energiemonitoring mit einfachen Mitteln zum ersten Schritt in ein datenbasiertes, effizientes Energiemanagement führen.

Wie effizient arbeiten meine Anlagen wirklich?

Die Sensoren sammeln Daten, die mittels Software aufbereitet und analysiert werden. Anhand objektiver Daten kann eine Optimierung erfolgen.

Viele Unternehmen – insbesondere KMU – verfügen nicht über belastbare Informationen, um ihren tatsächlichen Energieverbrauch präzise zu bewerten. Oftmals ist unklar, wo, wann und durch welche Anlagen Energie verbraucht wird. Genaue Daten zu Lastprofilen oder einzelnen Anlagen sind häufig unvollständig oder fehlen sogar ganz.

Hier setzt Sensorik im Energiemanagement an: Sie liefert die Daten, um bisher verborgene Zusammenhänge in der Produktion sichtbar zu machen. Sensoren erfassen physikalische Größen direkt an Maschinen, Produktionsanlagen oder Gebäudekomponenten. So lassen sich etwa der Stromverbrauch einzelner Maschinen, Temperaturen in Produktions- und Büroräumen oder der Betrieb von Druckluftanlagen erfassen. 

Die gewonnenen Daten zeigen Leerlaufzeiten, dauerhafte Grundlasten oder ineffiziente Betriebsweisen. Für produzierende Unternehmen ist der Einsatz passender Sensorik der erste Schritt, um Verbräuche zu monitoren und Entscheidungen auf eine belastbare Datenbasis zu stellen. Gerade für KMU bietet Sensorik einen niedrigschwelligen Einstieg in das digitale Energiemanagement. Sie ermöglicht es, Transparenz zu schaffen und das Monitoring schrittweise aufzubauen – bis hin zu einer softwaregestützten Auswertung.

Sensorik als Einstieg in die Digitalisierung

Mit Hilfe eines Dashboards können erfasste Daten der Sensoren übersichtlich angezeigt und analysiert werden.

Sensorik zur Erfassung grundlegender Messgrößen wie Energieverbrauch gilt als einfacher, praxisnaher Einstieg in die Digitalisierung. Sie erfordert mitunter erstaunlich geringe Investitionen im Verhältnis zu ihrem Nutzen. Unternehmen können mit wenigen Messpunkten beginnen und diese bei Bedarf erweitern. In vielen Fällen ist es ausreichend, bestehende Maschinen und Anlagen nachzurüsten (Retrofitting); die Anschaffung neuer Anlagen ist für ein grundlegendes Energiemonitoring nicht nötig.

Auf dieser Grundlage lassen sich weitere Schritte planen, etwa der Aufbau einer festen Messinfrastruktur durch den Zusammenschluss mehrerer Sensoren, die Anbindung an bestehende Steuerungs- und Leitsysteme oder auch der Aufbau eines Energiemanagementsystems.
 

Entscheidend ist dabei ein klares und zielgerichtetes Vorgehen: Nicht die Anzahl der Sensoren ist ausschlaggebend, sondern deren sinnvoller Einsatz an den richtigen Stellen. Sensorik bildet so die Brücke zwischen ersten Messungen und systematischen Lösungen für eine energieeffiziente Produktion durch Digitalisierung.

Welche Arten von Sensoren gibt es und wie kann ich nachrüsten?

Sensoren erfassen unterschiedliche physikalische und chemische Größen. In der Praxis für Energieeffizienz von Maschinen und Anlagen spielen die folgenden eine zentrale Rolle:

  • Sensoren zur Erfassung elektrischer Energie messen Strom, Leistung, Arbeit und weitere relevante elektrische Kenngrößen.
  • Sensoren zur Erfassung von Wärmeströmen messen mehrere Größen, die zur Berechnung erforderlich sind. Dazu gehört die Temperatur bzw. die Temperaturdifferenz und der Masse- bzw. Volumenstrom in leitungsgeführten Medien von Produktionsprozessen, Kühlanlagen oder in Gebäuden.  
  • Zustands- und Betriebssensoren zeigen, ob Anlagen produzieren, im Leerlauf laufen oder stillstehen. Dazu gehören u.a. Sensoren zur Drehzahl-, Weg,- Winkel und Endlagenerfassung. Zudem können solche Sensoren Drehmoment und Stromaufnahme, Zustand bzw. Auslastung anzeigen.
  • Sensoren zur Erfassung der Qualität von Prozessmedien messen u.a. die Konzentration verschiedener Gase (z. B. bei der Stickstoff-Bereitstellung), den Wasserdampfgehalt in der Abluft oder der Druckluftbereitstellung und den CO2-Gehalt in der Raumluft von Gebäuden. 

In vielen Fällen lässt sich Sensorik mit geringem Eingriff in die bestehende Anlagentechnik nachrüsten. Zum Einsatz kommen dabei mobile oder drahtlose Sensoren, die ohne größeren Umbau installiert werden können.

Typische Einsatzfelder von Sensorik: Das Monitoring

Sensoren lassen sich an bestehenden Anlagen einfach nachrüsten.

Sensorik wird gezielt eingesetzt, um konkrete Fragen zu einzelnen Energieverbräuchen zu klären. Häufig startet ein Unternehmen dazu mit Pilotmessungen an einzelnen Maschinen. Auch zeitlich begrenzte Messungen – etwa nachts oder am Wochenende – sind von Nutzen, ­z.B. zum Erfassen unnötiger Grundlasten.

Typische Anwendungsfelder für Sensorik sind:

  • Energiemonitoring auf Anlagen- oder Maschinenebene
  • Verbrauchsüberwachung von Druckluft, Kälte oder Prozesswärme
  • Qualitätskontrolle

Die erfassten Daten lassen sich später weiterverwenden, etwa für Auswertungen oder zur Zustandsüberwachung. Voraussetzung dafür ist eine passende Infrastruktur aus Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) und zugehörigen Schnittstellen z. B. zu einer Energiemanagement-Software. So entstehen Grundlagen für:

  • eine vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance),
  • Steuerung und Optimierung von Heizungs-, Lüftungs- und Kühlanlagen oder
  • Lastmanagement.

Welche Fördermittel unterstützen Investitionen in MSR-Technik?

Der Bund unterstützt mit Fördermitteln Investitionen in benötigte Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik sowie ein softwaregestütztes Energiemanagementsystem mit Zuschüssen beziehungsweise Krediten im Rahmen des Programms

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