Umfrage: Digitales Heizungsmonitoring in Mehrfamilienhäusern
Stand: Januar 2026
Immer mehr Wohnungsunternehmen setzten auf ein digitales Monitoring der Heizungsanlagen in ihren Beständen - denn kaum eine andere Maßnahme vereint so umfassend vermieter- und mieterseitige Mehrwerte zu niedrigen Kosten. Ende 2025 hat das KEDi dazu eine Umfrage durchgeführt, diese zeigt, dass der Markt dynamisch wächst. Am 30. Juni 2025 deckten die befragten Unternehmen bereits über vier Prozent der Wohneinheiten in deutschen Mehrfamilienhäusern ab.
Worum geht es in der Umfrage?
Im Zeitraum vom 05.08.2025 bis zum 30.11.2025 führte das KEDi eine Online-Umfrage unter Anbietenden digitaler Systeme für Heizungsmonitoring und -optimierung durch. Ziel war es, die Marktdurchdringung und das Wachstum der Lösungen zu erfassen.
Die Umfrage umfasste drei zentrale Fragestellungen:
Wie viele Heizungsanlagen in Mehrfamilienhäusern wurden bis zu den jeweiligen Stichtagen mit einer Ihrer Heizungsmonitoring-Lösungen ausgestattet?
Wie viele Mehrfamilienhäuser waren bis zu den jeweiligen Stichtagen mit einer Ihrer Heizungsmonitoring-Lösungen ausgestattet?
Wie viele Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern wurden bis zu den jeweiligen Stichtagen von den gemonitorten Heizungsanlagen mit Wärme versorgt?
Die Erhebung liefert keinen vollständigen Marktüberblick, weil einerseits viele Anbietende den Fragebogen nicht ausgefüllt haben und es andererseits auch Anbietende geben könnte, die das KEDi bisher nicht identifiziert hat. Dennoch verdeutlichen die Ergebnisse einen klaren Trend. Immer mehr Wohnungsunternehmen erkennen die Mehrwerte eines Heizungsmonitorings und zeigen ein wachsendes Umsetzungsinteresse. Fast alle anbietende Unternehmen weisen hohe Wachstumsraten auf. Somit beschränkt sich der positive Trend nicht nur auf einzelne Unternehmen, sondern ist Ausdruck einer Branche im Aufschwung.
Von insgesamt 42 kontaktierten Unternehmen gingen 19 Rückmeldungen ein. Die veröffentlichte Statistik greift auf die Rückmeldungen zur dritten Frage zurück. Die Fragen 1 und 2 dienten vor allem einer Plausibilitätsprüfung und wurden bei unvollständigen Daten zur Hochrechnung genutzt.
Die teilnehmenden Anbieteden decken zum Stichtag 30.06.2025 insgesamt 4,4 % der Wohnungen in deutschen Mehrfamilienhäusern ab (Zensus 2024). Zwischen den betrachteten Stichtagen zeigt sich ein exponentielles Wachstum mit Raten von über 50 % pro Jahr.
Um die Marktentwicklung weiter zu beobachten und die Datengrundlage kontinuierlich zu verbessern, wird die Umfrage ab Sommer 2026 fortgesetzt. Ziel ist es,
weitere Anbietende einzubeziehen,
Rücklaufquote der versandten Fragebögen zu erhöhen und
die Entwicklung des digitalen Heizungsmonitorings in deutschen Mehrfamilienhäusern langfristig nachvollziehbar darzustellen.
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Rechtsgutachten: Umlagefähigkeit von Monitoringkosten
Unter bestimmten Voraussetzungen erlauben Heizkosten- und Betriebskostenverordnung die Umlage der Monitoringkosten auf die Mietnebenkosten. Ein vom KEDi beauftragtes Gutachten erläutert die rechtlichen Anforderungen an eine solche Umlage.